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Dieses Motto umreißt die Grundidee des von Maria Aarts in den Niederlanden entwickelten Arbeitsmodells von Entwicklungsförderung und - unterstützung durch eine planvolle Gestaltung von Kommunikationsprozessen z. B. zwischen Eltern und Kindern oder BetreuerIn und Betreutem.
Eltern und Betreuer verfügen in der Regel über ein breites Repertoire intuitiver Verhaltensweisen das ihnen ermöglicht, die Entwicklung ihrer Kinder oder zu Betreuenden auf natürliche Weise zu fördern und zu unterstützen.
Das Martemeo Arbeitsmodell nutzt diese Fertigkeiten und Fähigkeiten, um Kommunikationsprozesse zu ermöglichen, zu erleichtern, sowie Schwierigkeiten in der Kommunikation vorzubeugen bzw. zu verändern.
Martemeo ist eine videogestützte Form psychosozialer Prävention und Intervention.Es wird als Videocoaching oder Videoberatung für verschiedene Adressatengruppen angeboten. Videos geben konkrete Informationen über die Entwicklungsanforderungen, die die Adressaten stellen, sowie über Art und Wirkung entwicklungsfördernder Kommunikationsweisen der Betreuerlnnen.
Mit Martemeo wird in allen psychosozialen Feldern gearbeitet, in denen es um Aktivierung und Förderung, sowie Unterstützung und Begleitung von Entwicklungs- und Lernprozessen geht. Darüber hinaus bietet es gezielte Hilfestellungen für unterstützende und substitutive Kommunikation an, die etwa bei der Arbeit mit Altersdementen, Behinderten oder Psychotikern eine wichtige Rolle spielt.
Martemeo bietet allen, die mit Kindern pädagogisch und/oder therapeutisch arbeiten (ErzieherInnen, LehrerInnen, TherapeutInnen) die Möglichkeit ihre Kompetenzen zu ergänzen.
Martemeo ist ein Arbeitsmodell, mit dem weltweit -gegenwärtig in 22 Ländern- in verschiedensten Projekten mit Erfolg gearbeitet wird und das zunehmend auch wissenschaftlich evaluiert wird.
Der Sitz des internationalen Netzwerks ist Eindhoven, Niederlande, Website: www.martemeo.com, e-mail: info@martemeo.com
Weitere Informationen: Norddeutsches Martemeo Institut
Die Entstehungsgeschichte von Martemeo steht ausführlich im ersten Kapitel des Martemeo Handbuches beschrieben. Hier nur ein kleiner Überblick:
Martemeo wurde 1987 von Maria Aarts auf der Basis ihrer Erfahrungen als Mitgründerin des Orion - Videohometrainings in Holland entwickelt. In der Zwischenzeit wuchs Martemeo und zusammen mit dem internationalen Martemeo Netzwerk zu einer bedeutenden, international anerkannten Methode heran und der Erfolg in den verschiedensten Ländern zeigt, wie universal und unmittelbar diese Methode in den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern eingesetzt werden kann. In Zusammenarbeit mit Fachleuten aus den entsprechenden Arbeitsgebieten wurden verschiedene Anwendungsmöglichkeiten entwickelt. Hier sollen nur nur einige genannt werden, wo Martemeo eingesetzt werden kann:
Martemeo in der Familienberatung, Martemeo als Handwerkzeug in Kitas / Kindergarten, Martemeo als Supervisions- und Fortbildungsmöglichkeit für Lehrer in der Schule, Martemeo in der Psychiatrie, Martemeo in der Altenarbeit
Martemeo - aus dem Lateinischen "mars martis" abgeleitet - bedeutet im mythologischen Sinne soviel wie "etwas aus eigener Kraft erreichen". Dieser Name soll den zentralen Gedanken der Methode ausdrücken: Menschen zu ermutigen, ihre eigenen Möglichkeiten zu nutzen, indem sie ihre Fähigkeiten zur konstruktiven Interaktion und zur Entwicklung neuer Elternfähigkeiten erkennen, diese aktivieren und dann gezielt weiterentwickeln lernen.
Mit Unterstützung der Videointeraktionsanalyse werden Alltagssituationen mit den Eltern gemeinsam analysiert und Veränderungsmöglichkeiten gesucht, entwickelt und trainiert.
Die Methode zeigt anhand von konkreten Erkenntnissen aus den Videoanalyse
Maria Aarts, Martemeo - Ein Handbuch; Aarts Productions, 2002
Christain Hawellek/Arist von Schlippe (Hg); Entwicklung unterstützen - Unterstützung entwickeln; Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2005
Tsirigotis/von Schlippe/Schweitzer-Rothers (Hg); Coaching für Eltern; Carl-Auer-Systeme, Heidelberg 2006