Aktion "Groschen für die Kinder- und Jugendarbeit" wird weiter geführt

Kontinuierliche Reduzierungen von öffentlichen Zuschüssen in den letzten Jahren führen dazu, dass es für das Jugendwerk immer schwerer wird, seine Arbeit aufrecht zu erhalten. Dies war für den Verband der Auslöser im Oktober 2004 die Aktion "Groschen für die Kinder- und Jugendarbeit" zu starten. Im Rahmen dieser Aktion wurden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreisverbandes der AWO, seiner Tochtergesellschaften und der Gesellschaft für Soziale Dienstleistungen Essen mbH (GSE) angefragt, ob sie die nach dem Komma verbleibenden Eurocentbeträge ihrer Auszahlung aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung als Spende an das Jugendwerk abführen wollen, um somit einen solidarischen Beitrag zur Aufrechterhaltung der betroffenen Angebote der Kinder- und Jugendarbeit zu leisten.

Insgesamt beteiligten sich über 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die infolgedessen bis Ende Dezember 2005 über 1.300 € spendeten. Das Geld wurde insbesondere zur Förderung der ehrenamtlichen Arbeit im Jugendclub "carpe noctem" in Essen-Werden und zur Unterstützung der Gruppenarbeit mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Schonnebeck verwand.

"Wir freuen uns riesig über die breite Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Letztendlich verzichten jeder Mitarbeiter auf Lohn, um die Kinder und Jugendarbeit zu unterstützen. In Zeiten knapper Kassen muss, man einfach auch andere Wege gehen, um die wichtige Arbeit weiterzuführen", erklärt Judith Schlupkothen Vorsitzende des Jugendwerks

Leider hat sich die finanzielle Situation nicht gebessert, zudem plant die neue Landesregierung die gesetzlich verankerte Wiederaufstockung des Landesjugendplanes auf 96 Mio. € per Änderungsgesetz auf 75 Mio. € zu kürzen. Dies würde wahrscheinlich auch dramatische Folgen für die Kinder- und Jugendarbeit des Jugendwerks nach sich ziehen. Demzufolge soll die Aktion weitergeführt werden.